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Bitcoin bei der Bank

BBVA will künftig in der Schweiz BTC und andere Kryptowährungen handeln

Als erste spanische Großbank wird BBVA von 2021 an über ihre Filiale in der Schweiz den Kauf und die Verwahrung digitaler Vermögenswerte anbieten. Die Bank erforscht nach eigenen Angaben schon seit mehr als fünf Jahren die Möglichkeiten des Einsatzes der Blockchain-Technik im internationalen Zahlungsverkehr, der Handelsfinanzierung und den Kapitalmärkten. Nun sei der „richtige Zeitpunkt“ gekommen, ein erstes Angebot für die Verwaltung digitaler Vermögenswerte zu testen. „Digitale Vermögenswerte haben ein enormes Potential“, sagte Alicia Pertusa, Leiterin der Abteilung für Kundenlösungen. Anfangs wird die Bank nur Überweisungen und Konten mit Bitcoin verwalten, aber bei dieser Kryptowährung soll es nicht bleiben.


Man beginne in der Schweiz, die auf diesem Gebiet zu den fortschrittlichsten Ländern in Europa zähle. Zahlreiche Unternehmen verfügten dort schon über entsprechende Erfahrungen, heißt es von BBVA. In der Schweiz bietet etwa die Privatbank Julius Bär seit Januar in Zusammenarbeit mit der Seba-Bank ihren Kunden den Handel mit Kryptowährungen an. In der nahen Zukunft will die dortige Tochtergesellschaft der russischen Gasprombank folgen, während die UBS schon seit einem Jahr mit „we.trade“ eine Plattform für Handelsfinanzierungen auf Blockchain-Basis betreibt.


In Spanien entwickele BBVA gemeinsam mit Caixabank, Santander, Bankia und Sabadell parallel auch ein Sofortzahlungsmodell mit digitalem Geld („Euro Digital“), berichtet die spanische Wirtschaftszeitung „Cinco Días“. BBVA arbeitet schon seit einiger Zeit daran, sich in Spanien und international neu zu positionieren. Im November hatte sie für 11,6 Milliarden Dollar ihr Amerika-Geschäft an den Finanzdienstleister PNC Financial Services Group verkauft. Danach scheiterten innerhalb weniger Wochen die Verhandlungen über eine Fusion mit der katalanischen Sabadell-Bank, wodurch das zweitgrößte Kreditinstitut in Spanien entstanden wäre.


Gerade in Deutschland sind neben Start-ups vor allem kleinere Banken sehr rührig, während Großbanken zwar Fachpersonal einstellen, aber eher als interessierte Beobachter in Erscheinung treten. Dagegen hat die Privatbank Hauck & Aufhäuser etwa Anfang des Monats einen Kryptofonds aufgelegt. Das Münchner Bankhaus von der Heydt will im Frühjahr 2021 mit einer Handels- und Verwahrplattform für Profis starten. Die Sutor und die Fidor Bank bieten Anlagemöglichkeiten.

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